Welche Gründe gibt es wohl für defekte Brillen?

Die Brille ist kaputt – warum denn nur? 😉

Jeder muss einmal seine Brille zum Richten oder wenigstens zum Reinigen beim Optiker vorbeibringen. Hierfür gibt es ganz verschiedene Ansätze den Willen zu verdeutlichen, dass die Brille gereinigt und/ oder gerichtet werden soll. Hier mal ein paar der am spektakulärsten und lustigsten Begründungen beim Abliefern einer defekten Brille zur Reparatur . Vielleicht kennen Sie ja die eine oder andere Aussagen bereits.

Kinder, Haustiere und Pflanzen sind der natürliche Feind der Brille.

  • „Die Brille wurde von meinem Hund angefressen.“
  • „Meine Katze spielt so gern mit meiner bunten Brille. Sie ist so schnell, dass ich ihr die Brille auch nicht wieder abnehmen kann.“
  • „Sie lag nur auf dem Nachttisch und am nächsten Morgen sah sie so aus.“
  • „Die war schon so, als ich sie bekommen habe.“
  • „Sie war ja im Etui, ich verstehe nicht warum sie da kaputt gehen kann. Ich bin doch nur mit dem Auto drüber gefahren.“
  • „Die darf nicht in die Spülmaschine?! Das hat mir keiner gesagt.“
  • „Die lag 1 Jahr unter der Hecke, ich hab sie wohl bei der Gartenarbeit mal verloren. Wieso ist das kein Garantiefall?“
  • „Sie wissen ja, ich habe Kinder!“, alternativ auch schön: “Mein Enkel war’s, der ist immer so stürmisch!“
  • „Meine Frau / mein Mann hat sich auf die Brille gesetzt, die / der passt nie auf!“
  • „Wieso geht meine Brille kaputt, wenn ich eine Glasflasche darauf fallen lasse? Ich habe doch die bruchfesteren Gläser genommen?“
  • „Mein Mann hat gesagt, dass da nur die Schraube festgezogen werden muss. Er hat sie festgezogen und jetzt ist der Bügel ab.“
  • „Ich bin gestürzt. Also wundern Sie sich nicht, das, was da dran klebt, ist nur Blut.“

Ganz am Ende noch der Abschluss zu diesen schönen Zitaten. Nachdem die Brille wieder gerichtet und komplett gesäubert zum Kunden zurückgeht, findet der eine oder andere die „richtigen“ Worte:

  • „Das ist nicht meine Brille, die war nämlich matt an den Bügeln!“

Ich möchte diese Liste gern erweitern, wenn es also noch die eine oder andere Story gibt, die ich hier unterschlagen habe, dann immer raus damit. 

Meine Brille ist verbogen, was nun?

Viele Möglichkeiten unsere Lieblingsbrillen zu verbiegen.

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Auf die Brille gesetzt und schon verbogen.

Jeder kennt es, jeder hasst es. Man stößt mit seiner Brille mal am Fenster an, sie fällt runter oder man legt sie unbedacht auf das gemusterte Sofa-vergisst sie da, sieht sie auch ohne Brille nicht und zack, ist es passiert, man setzt sich darauf. Wir haben viele Möglichkeiten unsere Lieblingsbrillen zu verbiegen oder gar kaputt zu machen. Es liegt auch nicht unbedingt daran, dass man die Warnungen des Optikers nicht gehört oder verstanden hat. Es liegt eher daran, dass wir alle oft genug denken: “Das wird mir nie passieren, ich passe schließlich auf!“ So schnell wie dieser Gedanke kommt, so schnell kann es auch passiert sein. Niemand geht davon aus, dass irgendwer-bis auf ein paar Ausnahmen- seine eigene Brille absichtlich kaputt macht. Die Ausnahmen sind dann die, die eine wirklich unschöne Brille haben, die ihren Zenit einfach überschritten hat. Jedoch, wie verfahren wir in dieser Situation denn nun weiter?

Selbst Hand anlegen?

Hier wird die Zweitbrille nötig.

Selbst Hand anlegen ist in diesem Fall dann eher ungünstig, da Sie so im schlimmsten Fall sogar mehr Schaden verursachen und es für den Fachmann schwierig machen, die Brille zu reparieren. Der Fachmann wird immer raten, sofort den nächsten Optiker aufzusuchen, vorzugsweise seinen Optiker des Vertrauens. Der Optiker hat es gelernt Brillen auszurichten und sein Möglichstes zu tun, dass die Brille wieder einsatzbereit ist. Er/Sie muss die Brille nur auch bekommen. Ich muss dazusagen, dass ich schon viele Brillen gerichtet habe, die eher aussichtslos erschienen, doch es hat oft geklappt. Sollte es jedoch trotzdem mal einen irreparablen Schaden geben, den man dann nur durch den Tausch und die Neubestellung eines Teils oder der Fassung /Gläser  fixen kann, dann ist das so und sollte die Fähigkeiten des Optikers nicht herabsetzen.

Was ist genau mit der Brille passiert.

Was am wichtigsten ist, dass der Optiker genau weiß, was genau passiert ist. Verzichten Sie bitte auf das Portfolio an Ausreden, was alles mit der Brille passiert ist, um die eigene Schuld abzumindern.  Der leider sehr berühmte Nachttisch hat es nicht leicht, er bekommt oft das Zerstören der Brille angelastet, wobei das schon ziemlich lächerlich ist. Er kann die Brille nicht wirklich kaputt machen, er hat schließlich keinen Hintern zum daraufsetzen. 🙂

Kulanzregelung ist kein Anspruch, den Sie haben!

Das Pochen auf Garantie und Gewährleistung ist meist aussichtslos, wenn es eindeutig ist, dass das Material als Grund ausgeschlossen ist. Das eigene Verschulden und unsachgemäße Gebrauch der Brille z.B. als Sitzkissen, KANN zu einer Kulanzregelung führen, aber das ist eine Ausnahme. Bei jedem Optiker ist das unterschiedlich geregelt. Sicherlich auch immer in Hinblick auf die Höhe des entstandenen Schadens. Das Verhalten des Brillenträgers gegenüber dem Optiker wirkt sich stark auf dessen Entscheidung aus. Poltern und wildes Beschimpfen, werden nicht mit Freundlichkeit zugeschüttet. Sie kennen ja den Spruch:“Wie es in den Wald hineinruft“. Es ist trotzdem kein Garant dafür, dass es kostenlos gerichtet wird. Was der Fachmann/-frau aber immer im Hinterkopf hat, ist die Tatsache, wie wichtig die Brille ist. Was Sie selbst dazu beisteuern können? Die Hinweise, die man beim Erwerb der Brille mitbekommt, werden das Leben der Brille verlängern. Wenn Sie unsicher sind, dann fragen Sie einfach.

Die Zweitbrille ist der Retter!

Falls man aber auf Nummer „Sicher“ gehen möchte und keinen Ausfall riskieren will, dann sollte man immer eine

Wenn der Sohnemann die Brille nicht mag.
Wenn der Sohnemann die Brille nicht mag.

Ersatz- oder Zweitbrille im Haus haben. Die Zweitbrille wird Ihnen immer den Gang zum Augenoptiker erleichtern und ihm die nötige Zeit geben, das Problem zu analysieren und den bestmöglichen Weg zur Wiederherstellung erläutern und gegebenenfalls durchführen. Sie werden lockerer an die eventuell nötige Reparaturzeit herangehen, da Sie ja noch eine Brille haben, die die Zeit überbrücken kann und Ihren Alltag nicht empfindlich, durch falsche Stärken, zu geringe Größe (gerade bei Kindern häufig der Fall) oder durch Defekte an der Fassung an sich, stört. Die Zweitbrille soll den aktuellen Stärken entsprechen und normalerweise zur aktuellen Brille dazu gekauft werden. Viele Optiker bieten hier eine Zweitbrillen-Vergünstigung an.